Willhern pielbont

28 Jan

Funkel bunkel Unkelnunkel,
Verrucht verraucht veruntendunkel.
Knisterierten krosi krumherum,
wenn ob dem Huhnbuhn wuhmesuhn.

Zergeist, zemrohr, atomerifft
der dingerdohr.
Wo ob den Ahb wenn Stinteritz,
dem nimehnehr plön Bitz.

Funkel bunkel Unkelnunkel,
Verrucht verraucht veruntendunkel…

von: Siawuch Amini

droben

27 Jan

Das Brot vom Morgen lag ihm noch wohl im Magen und bildete eine wärmende Stelle in seinem Bauch, die er gern durch die dunstigen Strahlen des Morgens trug. Die Tröge vor der Tür liefen über und über voller Wasser, dass klar und glitzernd in einem Schwall sich aus dem Berge in die hölzernen Becken ergoss, als sei es ihm ganz natürlich, auf dem Weg vom Gipfel hinab auch hier vorbeizusehen.

Er hatte sich das Gesicht in der Frische gewaschen und leicht verwundert Richtung Horizont gesehen, als das kühle Nass noch einige Momente von seinem Bart tropfte und er ein bisschen nießen musste. Die Hände klopfte er sich an seiner Kleidung ab, beginnend an der Brust bis zu den Beinen klopfte er sich in kurzen Schlägen auf den Körper und lauschte unbewusst der Resonanz die hinter Wolle und Leder erklang, in seinem Rumpf.

Drüben hinterm Gipfel erklomm die Sonne einige Wolken und schickte gradlinige Strahlen zur Erde, zu den Bergen, hinunter ins Tal, gleichsam durchsichtig güldner Finger die die Erde in mildem Licht erleuchten. Er ging hinüber und warf den Schweinen einige Essensrest ins Gras, die noch schläfrig aus ihrer Hütte blinzelten und mit nur einem Grunzen ihre warmen Leiber dichter aneinander rieben und sonst still blieben. Still und klar war es an diesem Tag, dachte er bei sich, als er Wasser auffing, um es nach drinnen auf den Ofen zu tragen, wo er es aufwärmte, um es den Tag über zu trinken. Die Füße setzte er ins taunasse Grase draußen dann noch kurz, sah Gänsedisteln, Süßgras, Frauenmantel, der noch glitzernd Wasser trug, Löwenzahn, Weißklee, Wiesenschwingel und spähte nach seiner Lieblingsblume, dem blauen Enzian. Später würde er in den Hang steigen müssen, um weiter das Heu zu ernten, manche Gräser waren schon verblüht.

Seine Hände legte er kurz auf das warme Holz seines Hauses, das schon die Sonnenstrahlen wärmte und hielt inne. Dann hatte er das Schaf und die Ziege gemolken, rasch, und er hatte ihnen beiden einige Geschichten kurz erzählen wollen und seine Nase ins dichte Fell des Schafes gesteckt und die Augen geschlossen. Vom flauen Gefühl, dass er beim Aufstehen hatte war nichts geblieben. Im Haus schichtete er den Käse um, einige Laibe nahm er nach unten in das Lager mit und vergaß ganz die Zeit, als er eine Weile seine Augen nicht vom funkelnden Staub nehmen konnte, der in den Lichtstrahlen tanzte, die die Sonne von draußen durch die Wand schickte.

Er hatte einen anstrengenden Tag draußen im Hang, weil er im steilen Teil seines Feldes an diesem Tag stand, und weil sie Sonne selbst durch die kühle Bergluft drang und ihm auf die sehnige Haut schien. Aber seine Arbeit war monoton und dennoch abwechslungsreich, blickte er dann beim Sense schärfen auf das, was zu seinen Füßen lag und das, was seinen Kopf umgab. Ab und zu dachte er auch an die Birnen, die er heute im Keller erspäht hatte, im Licht der Sonnenstrahlen, die dort im Glas im Regal standen und wie süß sie ihm am Abend schmecken würden.

Ab und zu saß er auch nur da und blickte auf die Berge hinab, die sich noch in der Ebene erstreckten, und dann lachte er und erschrak kurz, als ihn etwas im Gesicht kitzelte und da die Katze mit großen Augen vor ihm auftauchte und ihre Vibrisse auf seiner Haut vibrierten. Einen kurzen Marsch weiter drüben im Hang sah er bunte Flecken sich bewegen, die Kühle zogen dieser Tage gern dort zwischen den krummen Bäumen hindurch.

Auf die Nacht hatte er noch etwas in der Stube Sachen hin und her getragen, einige Sachen geordnet, und auch die Birnen verspeist, die genauso süß und voller kleiner Knubbel waren, wie er sie sich vorgestellt hatte.

Leise hatte er vor seinem Buch gesessen und geschrieben, was er an diesem Tag geschafft hatte und welche besonderen Käfer und Pflanzen ihm heute aufgefallen waren. Auch die tanzenden Staubkörner erwähnte er kurz, oder eher sein Innehalten. Es war recht dunkel um ihn herum und neben sein Bett legte er sauber zusammengefaltete Wäsche für den nächsten Tag. Er lag auch schon bald auf seinem Lager, die Beine lang gestreckt, die Hände und Arme neben sich, voller Gedanken und im Dialog mit der Stille.

Den folgenden Tag würde er die Lastenseilbahn empfangen und darin einige Kleinigkeiten, selbstgemacht, etwas anderes wollte er nicht haben, von seiner Frau oder Geliebten, so genau war es ihm selbst gar nicht mehr wichtig, eine Gefährtin im Geiste, und doch weit entfernt, so dass er an sie denken musste, wenn er nachts nochmal hinaus huschte und da Lichter blinkten, im Tal, oder wenn er tagsüber kurz träumte, von vorher, von irgendwann oder einfach von ihrer weichen Haut. Und dennoch träumte er gerne vor sich hin, und lebte das Leben.

bin ich hegel?

27 Jan

(basierend auf vitamin berlin und golden dwarf https://schattengefunkel.wordpress.com/2010/09/25/vitaminberlin/, https://schattengefunkel.wordpress.com/2010/10/07/514/)

;)

marillenknödel und träumen von daheim

18 Jan cooking

Gestern Abend habe ich, meinen leeren Kühlschrank bedenkend und vor allem auch das seltsamst gefüllte Gefrierfach (hier findet man Tomatenmarkeiswürfel, Ingwerknollen, Kaffee, braune Bananen, Chillischoten, Alkohol) ein paar tiefgefrohrene Sachen gekauft..

Lecker (und teuer) klangen dann Marillenknödel von haensel und gretel, die mich daran erinnert haben, dass ich die mal selber machen wollte… Also mitgenommen, zuhause ausgepackt, zunächst etwas enttäuscht, dass nur vier Knödel im Packerl waren, aber hernach habe ich garnicht alle geschafft.

Die Knödel werden also noch tiefgekühlt ins kochende Salzwasser geworfen, köcheln da ein bisschen und sind auch recht schnell fertig. Während dessen vermischt man die beigelegte Bröselmischung mit ein bisschen Butter, und röstet sie an.

Die nette schmiedeeiserne Pfanne, in der man auch mit harten Gegenständen hantieren kann, ohne krebserregende Stoffe abzukratzen, oder Muttern sauer zu machen, oder irgendwas anzubrennen gibts hier bei biber und kostet nicht die Welt. Für Bratkartoffeln natürlich auch ideal.

Ich habe noch ein bisschen Zimt auf das Gebrösel gestreut, und dann die Knödel in der Pfanne gewälzt, auf den Teller getan, und reingebissen..

und die graue berlinerische Welt ist für einige Momente verschwunden, und ich war fort..






Von meinen Mitbewohnern bekam ich daraufhin allerdings nur unverständnisvolle Blicke und den Kommentar, dass ich die Knödel doch wohl auch selber hätte machen können. Sagten die, die aus Dosen essen.

dei gsicht

10 Jan

kristinakari

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11 Dez


mamiya rb67 (teilweise mit 645 rückteil)
kodak portra 400
some portraits of sekundenleben

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oman

1 Dez

 

oman wonderland

s o w i e d i e w e l l e n d a s m e e r

28 Nov

adox chs 100

adox chs 100

adox chs 100

adox chs 100

canon ae1 adox chs 100

7 Nov

 

so sitze ich da und betrachte ich die menschen.

mal wieder.. brandenburg

7 Nov

herbstspaziergang durch brandenburg, blankensee. ein bisschen kitsch, viele blätter und taubesetzte spinnennetze.

einfach

19 Okt

und wir stürmen und stampfen alle zu, auf unser ziel, welches das auch sei, verliern es aus den augen, erkennen es hinterm büscheligen gras. wie besessen trommeln wir auf jeder unsrer  persönlichkeitenseiten herum, seis in der hoffnung dasjenige, was sich zwischen uns, und das ziel legt, hinfortzuschleudern, seis um einem klang zu lauschen. sowieso lauschen wir recht gerne dem klang unsres inneren bergwerks und probieren, welche höhen und tiefen sich ergeben bei welcher traktion.

manche abende sind einfach – voller rosa schaum, und bierflaschen, auf denen bier steht. dampf verdämmert den blick, der sowieso suchend im nichts hängen bleibt und das leder ist kalt. ochsenblut heißt die farbe, auf der weißer plüsch sich räkelt mit rosa glocke.

seltsam schwierig scheints in aller bilderfülle noch das eigne spiegelbild zu erkennen, welches da nicht in brillianter makelfreiheit etwa papierdick herumliegt und seltsam einfach scheints, muster in der umgebung zu erkennen und nachzutrommeln.

Geschützt: great britain

12 Okt

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great britain

12 Okt

 

 

 

england in schwarzweiß

jurassic coast

lochranza

islay

bath

abbotsbury

lord of the isles

gingerbread nights

5 Okt

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Tatsaechlich bin ich in gemuetliche kleidung geschluepft, habe vorhaenge vor die fenster gehaengt, lebkuchen ausgepackt und neben 200watt noch zwei kerzen angemacht.

Der Beginn eines Projektes fuer und mit http://www.akerbeltz.org/ - ein Kinderbuch soll entstehen, auf gälisch, mit 18 Illustrationen von mir.

Early bird

28 Sep

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22 Aug

ich habe meine galerie ein bisschen überarbeitet.

wild

19 Aug

 

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9 Aug

Ich habe. Die Grillen sind laut, ich habe es einige Abende genossen.

Wir lagerten in einem sehr schmalen Tal, umfasst von hohen Bergen. Die Vegetation üppig, in der Nähe ein großer See, und ein eisklarer Bach. Ich weiß nicht genau, was der Grund für unseren Aufenthalt war, nicht im Nachhinein. Das Lager war bunt und dennoch sehr eintönig an Menschen. Nachts kroch von Wiesen und Hängen eine ekelhafte Kälte, Hand in Hand mit massenweise Tau.

Meine Wege waren ziellos, und das war vielleicht der Fehler, wenn es sich überhaupt von einem solchen zu sprechen ziemt.

Im Wald stand ein riesiges Ufo. Große, leicht abgerundete Glasfront. So wirkte es in finsterer Bergnacht, als wir über Steine wankend daran stießen.

 

[mamiya rb67 with 645back, adox CHS 100]

nach mitternacht

9 Aug

Du, ich habe das übrigens gestern ernst gemeint.  Dass uns nach all der heißen Tagesglut noch eine Nacht gehört….

Ich hoffe es macht dir nichts aus, jetzt mit einem Nazimärtyrer zu speisen. Wieso bin ich nicht selbst auf diesen Gedanken gekommen? Seine Freundin sei verwirrt, und er frage sich, was er falsch mache. Es könnte sein, dass Kisten auf Sie drauf fallen, aber die sind ja alle leer, und leicht. Es ließe ihn auch nicht kalt, er verstehe, es brächte mich nicht um. Im Bad retouchiere ich schnell die letzten Spuren der Nacht. Wir taumeln durch die Häuserkorridore, im stockfinsteren Flur. Verwirrend, stürzend, trinkend. Aber lebendig.

Vier Tage ohne Hoffnung, ohne Schmerz. Nur ein schönes Gefühl.

Lieben alle Männer rational?  Was geht’s mich an. Ich bin mal wieder beeindruckt. Das schwappende Benzin wird mich noch eine Weile verfolgen.

Aber es lässt mich an den Abend denken, wo wir auf dem Weg stehen, und damit im Weg, und er etwas ukrainisches schreit, und die Vorbeigehenden in meiner Vorstellung, denn es war einfach nichts außer den Sternen zu sehen, stoned gucken.

Als ich ihm Wohnzimmer sitze oder liege starre ich an die Decke, und sehe einen Frosch an der Lampe.

wald wald wald wald wald

9 Aug

vielen dank, manon.

 

[mamiya rb67 with 645back, adox CHS 100]

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